Erinnerungen an die Katastrophe von 2023
Am heutigen Donnerstag, den 24. September 2026, hat ein Erdbeben der Stärke 5,4 die Südosttürkei erschüttert. Das Epizentrum lag nach Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD im Bezirk Karaköprü in der Provinz Şanlıurfa. Das Beben ereignete sich um 10:40 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von etwa sieben Kilometern. Die Erschütterungen waren in der Region deutlich zu spüren. Ein solches Ereignis weckt bei vielen Menschen unweigerlich schmerzhafte Erinnerungen an eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der jüngeren Geschichte der Türkei.
Leider wurde die Türkei in den vergangenen Jahren immer wieder von starken und teilweise verheerenden Erdbeben getroffen. Für die betroffenen Menschen bedeuten solche Katastrophen weit mehr als den Verlust von Häusern und persönlichem Hab und Gut. Viele verlieren Angehörige, Freunde oder Nachbarn und müssen innerhalb weniger Augenblicke mit schweren Schicksalsschlägen umgehen. Der Verlust eines geliebten Menschen hinterlässt tiefe Wunden, die oft ein Leben lang bleiben. Besonders für die Bewohner der immer wieder betroffenen Regionen ist jedes neue Beben mit großer Angst und Unsicherheit verbunden. Die erneuten Erschütterungen können traumatische Erinnerungen wachrufen und zeigen, wie lange die Folgen solcher Naturkatastrophen die Menschen begleiten.
Erinnerungen an den 6. Februar 2023
Vor gut dreieinhalb Jahren, am 6. Februar 2023, wurde die Südosttürkei von zwei verheerenden Erdbeben getroffen. Das erste schwere Beben hatte eine Stärke von 7,7 und sein Zentrum lag bei Pazarcık in der Provinz Kahramanmaraş. Die Katastrophe hinterließ ganze Städte und Ortschaften in Trümmern. Zehntausende Menschen verloren in der Türkei ihr Leben, Hunderttausende wurden verletzt oder verloren ihr Zuhause. Auch im benachbarten Syrien forderten die Erdbeben Tausende Todesopfer.
Für uns bei Help Dunya e.V. war damals sofort klar: Die betroffenen Menschen brauchen schnelle und unbürokratische Unterstützung. Wir leiteten eine Nothilfe ein und unterstützten die Menschen mit verschiedenen Hilfsprojekten. Neben der unmittelbaren Akuthilfe ging es uns auch darum, den Betroffenen längerfristig zur Seite zu stehen.
Dank eurer großartigen Unterstützung und zahlreicher Spenden konnten wir schnell handeln und dringend benötigte Hilfe auf den Weg bringen. So konnten wir unter anderem Lebensmittelpakete verteilen und die Menschen mit weiteren wichtigen Hilfsgütern des täglichen Bedarfs versorgen. Doch unsere Unterstützung endete nicht mit der ersten Nothilfe. Auch langfristig wollten wir den Familien zur Seite stehen, die durch das Erdbeben ihr Zuhause und teilweise ihre gesamte Existenz verloren hatten. Deshalb konnten wir unter anderem möblierte Wohncontainer zur Verfügung stellen, die betroffenen Familien vorübergehend ein sicheres Dach über dem Kopf boten. Gemeinsam konnten wir den Menschen in einer ihrer schwersten Zeiten unter die Arme greifen und ihnen zumindest ein kleines Stück Hoffnung und Zuversicht schenken.
Die Erinnerungen an diese Zeit, an das Leid der Menschen, aber auch an die große Hilfsbereitschaft und Solidarität sind bis heute präsent.
Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Şanlıurfa
Umso größer ist nach dem heutigen Erdbeben die Sorge um die Bevölkerung. Wir hoffen von Herzen, dass keine Menschen verletzt oder getötet wurden und die Schäden möglichst gering bleiben. Şanlıurfa und andere Regionen der Türkei mussten in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Naturkatastrophen erleben. Erdbeben, Überschwemmungen und andere Katastrophen haben vielerorts tiefe Spuren hinterlassen.
Für die Menschen vor Ort bedeutet ein erneutes Erdbeben nicht nur die unmittelbare Angst um das eigene Leben und das ihrer Angehörigen. Es weckt auch schmerzhafte Erinnerungen an vergangene Katastrophen und an all das, was viele Familien bereits durchstehen mussten. In diesen schweren Momenten sind unsere Gedanken bei allen Betroffenen und ihren Familien. Gleichzeitig zeigt sich gerade in solchen Situationen, wie wichtig Zusammenhalt, Mitgefühl und gegenseitige Unterstützung sind. Wir verfolgen die Entwicklungen vor Ort aufmerksam und hoffen, dass sich die Lage schnell beruhigt und die Menschen in den betroffenen Gebieten bald wieder etwas Sicherheit finden können.
Immer wieder schwere Erdbeben
Am 24. Januar 2020 erschütterte beispielsweise ein Erdbeben der Stärke ca.6,8 die Region Elazığ und Malatya. Das Epizentrum lag im Bezirk Sivrice in der Provinz Elazığ. Nach Angaben von AFAD kamen mindestens ca.39 Menschen ums Leben, mehr als ca.1.600 Menschen suchten nach dem Beben medizinische Hilfe. Nur wenige Monate später, am 30. Oktober 2020, traf ein weiteres schweres Erdbeben die türkische Ägäisregion. Das Beben vor der Küste von Seferihisar bei İzmir hatte nach Angaben von AFAD eine Stärke von ca.6,6. Gebäude stürzten ein, zahlreiche Menschen kamen ums Leben und Hunderte wurden verletzt. Auch damals waren wir mit unserer Hilfe für die betroffenen Menschen vor Ort. Im Rahmen unserer Hilfsmaßnahmen verteilten wir unter anderem Lebensmittelpakete, Spielzeug sowie warme Winterkleidung an Familien und Kinder.
Nicht nur Erdbeben bedrohen die Menschen
Doch nicht nur Erdbeben stellen für viele Regionen der Türkei eine große Gefahr dar. Immer wieder führen extreme Niederschläge zu schweren Überschwemmungen. Besonders dramatisch waren die Überschwemmungen an der türkischen Schwarzmeerküste im August 2021. Vor allem die Provinz Kastamonu wurde schwer getroffen. Häuser wurden zerstört, Straßen und Brücken beschädigt und ganze Ortschaften von den Wassermassen verwüstet. Insgesamt kamen in den betroffenen Schwarzmeerprovinzen mehr als ca.70 Menschen ums Leben.
Auch hier engagierten wir uns im Rahmen unserer Nothilfe Kastamonu, um betroffene Menschen in dieser schwierigen Situation zu unterstützen. Viele Familien standen innerhalb kürzester Zeit vor den Trümmern ihrer Existenz und waren dringend auf Unterstützung angewiesen. Gemeinsam mit unseren Unterstützerinnen und Unterstützern konnten wir den Menschen vor Ort zur Seite stehen und dort helfen, wo die Not besonders groß war. Solche Katastrophen zeigen uns immer wieder, wie wichtig schnelle Hilfe, Solidarität und Menschlichkeit in Zeiten größter Not sind.
Hilfe, wenn sie gebraucht, wird
Die vergangenen Jahre haben immer wieder gezeigt, wie schnell sich das Leben von Menschen durch eine Naturkatastrophe verändern kann. Innerhalb weniger Sekunden oder Minuten können Familien ihr Zuhause, ihre Existenzgrundlage und im schlimmsten Fall geliebte Menschen verlieren. Gerade deshalb sind schnelle Hilfe und langfristige Unterstützung so wichtig. Nach dem heutigen Erdbeben in Şanlıurfa verfolgen wir die Situation mit großer Aufmerksamkeit. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in der gesamten betroffenen Region. Wir hoffen sehr, dass dieses Erdbeben glimpflich ausgegangen ist und keine Menschenleben gefordert hat. Help Dunya e.V. steht für humanitäre Hilfe und Solidarität besonders dann, wenn Menschen durch Katastrophen plötzlich vor dem Nichts stehen.
Hier findest du den Spendenlink:
https://help-dunya.com/spenden/spende-katastrophenhilfe/
Hier ist unser Telegram link damit ihr euch alle Videos runterladen könnt:
https://t.me/helpdunyaev
Weitere Infos zu unseren Projekten findest du auf unserer Website:
https://www.help-dunya.org
Folge uns auf Instagram, um nichts zu verpassen:
https://instagram.com/help_dunya_e.v
Auf unserem YouTube-Kanal findest du mehr Eindrücke von unseren Einsätzen weltweit: