Hoffnung für Uiguren : Unsere Projekte in Kirgisistan seit 2019
Seit Dezember 2019 leisten wir Nothilfe für Uiguren in Kirgisistan. Viele uigurische Familien sind aufgrund von Unterdrückung und Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen und leben heute unter schwierigen Bedingungen am Rande der Gesellschaft. Besonders Witwen, Halbwaisen und kranke Menschen sind auf Unterstützung angewiesen.
Von heute auf morgen wurden viele von ihnen zu Flüchtlingen, die alles verloren haben, ihr Zuhause, ihre Existenz und oft auch ihre Hoffnung auf eine sichere Zukunft. Diese plötzliche Flucht bedeutete für zahlreiche Familien ein Leben voller Unsicherheit, Angst und großer Herausforderungen. Ohne ausreichende finanzielle Mittel, ohne festen Wohnraum und ohne Perspektive kämpfen sie täglich darum, ihre Kinder zu versorgen und ein menschenwürdiges Leben zu führen.
Gerade für ältere Menschen, alleinstehende Mütter und Kinder ist diese Lebenssituation besonders schwer. Viele leiden zusätzlich unter gesundheitlichen Problemen oder traumatischen Erfahrungen aus der Vergangenheit. Unsere gemeinsame Hilfe schenkt diesen Menschen neue Hoffnung und unterstützt sie dabei, Schritt für Schritt ein neues Leben aufzubauen. Durch Lebensmittelhilfe, medizinische Versorgung, warme Kleidung und sichere Unterkünfte geben wir Familien wieder ein Stück Sicherheit und Stabilität zurück. Gemeinsam können wir ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen sind und dass Mitgefühl und Solidarität ihnen neue Zukunftsperspektiven eröffnen.
Projekt Hilfe zur Selbsthilfe in Kirgistan
Um den Betroffenen langfristige Perspektiven zu ermöglichen, führen wir Projekte zur Hilfe zur Selbsthilfe durch. Dazu gehören insbesondere Nähkurse für Frauen. Dort lernen sie nicht nur ein Handwerk, mit dem sie später eigenständig arbeiten und Geld verdienen können, sondern erwerben zusätzlich Grundlagen im Rechnungswesen. Das Gelernte hilft ihnen sowohl beruflich als auch im Alltag.
Gerade für Frauen ist es besonders wichtig, unabhängig zu sein und eigene Fähigkeiten aufzubauen. Wenn Frauen die Möglichkeit erhalten, selbst Einkommen zu erwirtschaften, können sie ihre Familien besser unterstützen und ihren Kindern eine stabilere Zukunft ermöglichen. Viele der Teilnehmerinnen tragen große Verantwortung für ihre Familien und sind oft die einzige Stütze im Alltag. Durch die Ausbildung gewinnen sie nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch neues Selbstvertrauen und Hoffnung. So schaffen die Projekte nachhaltige Perspektiven und stärken die gesamte Gemeinschaft langfristig.
Ramadan und Kurban Verteilungen für die Uiguren
Zu Ramadan organisieren wir regelmäßig Ramadan-Paketaktionen und zu Kurban die Durchführung von Kurban-Spenden. Für viele Familien ist Fleisch kaum bezahlbar, weshalb diese Unterstützung eine große Erleichterung darstellt. Während des Ramadans werden Lebensmittelpakete mit wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Öl, Reis, Mehl, Linsen und weiteren haltbaren Lebensmitteln verteilt. Diese Pakete helfen den Familien dabei, den Alltag zu bewältigen und sorgen besonders in der gesegneten Zeit des Ramadans für Entlastung und Freude.
Zu Kurban werden Fleischpakete an bedürftige Familien verteilt. Aufgrund der großen Armut können sich viele Menschen vor Ort Fleisch nur sehr selten oder gar nicht leisten. Gerade deshalb ist es wichtig, auch an diese Menschen in den heiligen religiösen Zeiten zu denken und sie an den Segnungen teilhaben zu lassen. Die Verteilungen stärken nicht nur die Versorgung der Familien, sondern vermitteln auch das Gefühl von Gemeinschaft, Mitgefühl und Solidarität. Durch jede Spende können Familien unterstützt und Kindern sowie Bedürftigen besondere Momente der Freude und Hoffnung geschenkt werden.
Patenschaften für regelmäßige Hilfe
Darüber hinaus betreuen wir Patenschaften, durch die bedürftige Familien monatlich unterstützt werden. Die Patenschaftspakete enthalten wichtige Grundnahrungsmittel und werden überwiegend an Witwen und Halbwaisen verteilt. Durch diese regelmäßige Hilfe können sich die Familien zumindest mit dem Nötigsten versorgen und ihren Alltag bewältigen.
Viele dieser Familien haben den Hauptverdiener den Vater oder Ehemann verloren. Dadurch stehen die Frauen plötzlich alleine vor der großen Verantwortung, ihre Kinder zu versorgen und den Alltag in einer neuen und oft fremden Umgebung zu meistern. Ohne ausreichendes Einkommen und soziale Sicherheit ist dies für viele Witwen eine enorme Belastung. Neben finanziellen Sorgen kommen häufig auch Trauer, Unsicherheit und die Angst um die Zukunft ihrer Kinder hinzu.
Die regelmäßige Unterstützung durch die Patenschaften erleichtert vielen Familien den Alltag und schenkt ihnen neue Hoffnung. Sie hilft den Witwen dabei, sich mit Würde um ihre Kinder kümmern zu können und ihnen trotz schwieriger Umstände ein sicheres Umfeld zu bieten. Gleichzeitig gibt die Hilfe den Familien Stabilität und das Gefühl, nicht allein zu sein. Durch jede Patenschaft wird ein wichtiger Beitrag geleistet, damit Kinder besser versorgt werden und Familien wieder Zuversicht für ihre Zukunft gewinnen können.
Einzelfälle Projekt auch in Kirgistan
Das Einzelfall-Projekt ist ein Herzensprojekt von Help Dunya e.V. Viele Menschen leiden an Krankheiten oder schweren Verletzungen, die behandelbar wären, wenn rechtzeitig medizinische Hilfe möglich wäre. Leider fehlen den Betroffenen oft die finanziellen Mittel für Untersuchungen, Operationen oder notwendige Medikamente. Besonders für arme Familien sind medizinische Behandlungen häufig unbezahlbar. Genau hier setzt dieses Projekt an: Es schenkt kranken Menschen Hoffnung auf ein neues, gesundes Leben und unterstützt sie in einer ihrer schwierigsten Lebensphasen.
Auch in akuten Einzelfällen konnten wir Menschen helfen. So wurde uns 2021 der kleine Ilfat vorgestellt, der an einem schweren Tumor am Kopf litt. Seine Familie war mit der Situation vollkommen überfordert und konnte die hohen Behandlungskosten nicht tragen. Dank der Unterstützung vieler hilfsbereiter Menschen konnte schließlich eine erfolgreiche Operation ermöglicht werden. Für seine Familie bedeutete dies neue Hoffnung und wertvolle gemeinsame Zeit. Leider verstarb Ilfat im Jahr 2022 unerwartet. Trotz dieses schmerzlichen Verlustes bleibt seine Geschichte ein Zeichen dafür, wie wichtig schnelle Hilfe und menschliche Solidarität sind.
Ebenso unterstützten wir die 35-jährige Nargizza, die aus dem 12. Stock gestürzt war und schwere Knochenbrüche erlitt. Durch die Verletzungen entstanden teilweise eitrige Wunden, und ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend. Ohne medizinische Versorgung drohte ihr sogar eine Amputation. Wir konnten ihr eine dringend benötigte Behandlung ermöglichen und sie dadurch vor diesem schweren Schicksal bewahren. Durch die Hilfe vieler Unterstützer erhielt sie die Chance auf Heilung, Stabilität und einen neuen Anfang.
Gemeinsam sind wir stark
Bitte unterstützt auch unsere uigurischen Mitmenschen und helft uns dabei, weiterhin Hoffnung und Hilfe zu schenken. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Familien in schwierigen Lebenssituationen neue Kraft, Sicherheit und Perspektiven erhalten. Jede Unterstützung ob groß oder klein kann das Leben eines Menschen positiv verändern und betroffenen Familien zeigen, dass sie nicht allein sind. Lasst uns gemeinsam Mitgefühl, Menschlichkeit und Solidarität leben.
Hier findest du den Spendenlink:
https://help-dunya.com/spenden/nothilfe-spenden/dringende-nothilfe/
https://help-dunya.com/spenden/fuer-projekte-spenden/hilfe-zur-selbsthilfe/
https://help-dunya.com/spenden/fuer-projekte-spenden/patenschaft-fuer-mitmenschen/
https://help-dunya.com/spenden/allgemeine-spende/
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